Auch das nähere Umfeld des Ostseebades Binz ist spannend: 3 Ausflugsziele, die Sie nicht verpassen sollten

500m zum Wald der Granitz

982 Hektar umfasst das zweitgrößte Waldgebiet der Insel, das seit 1991 zum Naturschutz-Biosphärenreservat Südost-Rügen gehört und bei Binz angrenzt. Diese hügelige Landschaft mit Buchen, Traubeneichen und untypischen Nadelhölzern bietet tolle Wandermöglichkeiten, bspw. über den Hochuferweg von Binz nach Sellin, mit Blick über die Ostsee und Binzer Bucht.

Besuchen sollten Sie auch das Jagdschloss und den mystischen, 23ha großen, 15m tiefen schwarzen See in der Kernzone des Reservats (54m ÜNN). Er kann über einen Holzsteg betreten werden, unter dem Hechte, Plötze und Karauschen ihre Bahnen ziehen. Sowohl vom 107m ÜNN hohen Tempelberg als auch am Fuß der Teufelsschlucht erhalten Sie unvergesslich-traumhafte Ausblicke.

Foto vom Waldgebiet Granitz

3km zum Jagdschloss Granitz

Der 107m hohe Tempelberg der Granitz trägt eines der bekanntesten Baudenkmäler Rügens: Wilhelm Malte I. Fürst zu Putbus ließ hier von 1837–1851 ein Jagdschloss nach den Plänen Gottfried Steinmeyrs und Anregungen des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. errichten. Genutzt wurde das Gebäude meist von Familiengästen, nach Brand des Putbusser Schlosses lebte der Fürst aber 9 Jahre selbst hier.

Heute erreichen Besucher den 38m hohen Hauptturm mit der Aussichtsplattform über eine gusseiserne Wendeltreppe, und erhalten bei 144m ÜNN einen 360°-Blick über Rügen, Bodden und Ostsee, Festland und Usedom. Außerdem bietet das Schloss museale Ausstellungen, Gastronomie und Spiele für Ihre Kinder.

Das Jagdschloss öffnet ganzjährig und kann auf Rad- und Wanderwegen, mit dem Rasenden Roland oder im Jagdschloss-Express erreicht werden. Letzterer startet vom Parkplatz vor dem Binzer Ortseingang.

Foto vom Jagdschloss Granitz

15km zur Fürstenstadt Putbus

Die frühere Residenz von Wilhelm Malte I wurde 2013 zu den 30 schönsten Städten Deutschlands in einer aufwendigen ARD-Deutschland-Dokumentation gezählt. Die vielen weißen Gebäude geben Putbus den Beinamen weiße Stadt. Sie gilt wegen Museen, Festspielen und Theater als Rügens Kulturhauptstadt und bietet neben architektonischen Bonderheiten (Circus) einen 75 Hektar großen Schlosspark.

Der Schlosspark verfügt über ein Wildgehege und historische Gebäude, hat Sichtschneisen zum Greifswalder Bodden und fasst einen Schwanenteich mit Insel und 60 Fuß langer Brücke. Der Fürst ließ 1820 über 60 verschiedene Gehölze aus dem Ausland pflanzen, z.B. einen Baum mit zwei unterschiedlichen Blattarten. Außerdem erwarten Sie im Putbusser Ortsteil zwei malerische Häfen mit Yachten und Fahrgastschiffen, die Sie zur Insel Vilm und in den Greifswalder Bodden fahren.

Foto von Putbus